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20.5.2012 : 17:17 : +0200

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Stadtmauer

Alle Bilder Copyrightby Martin Herz, Michelstadt, www.martin-herz.com

Kellerei mit Burggraben um 1950  

Der nördliche Flügel der ehemaligen Burganlage ist das frühere Amtshaus, in dem der gräfliche Verwaltungsbeamte, der "Keller" seinen Sitz hatte. Hiervon leitet sich der Name "Kellerei" ab, der seit 1532 für das Anwesen verwendet wird.

Seit die Kellerei 1970 in den Besitz der Stadt Michelstadt überging, wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen.  Die bisher wichtigste Maßnahme war hierbei die Einrichtung des Odenwaldmuseums in der ehemaligen Zehntscheune, in der einst der gräfliche Zehnt gelagert wurde. Im Gewölbekeller der Zehntscheune wurde der sogenannte "Schenkenkeller" eingerichtet, der für Veranstaltungen verschiedenster Art zur Verfügung steht und wegen seiner besonderen Akustik gerne für musikalische Darbietungen genutzt wird.

Im Untergeschoss des Amtshauses befinden sich zwei Bildhauerateliers (Andrea Klinger - Form und Feld; Sieglinde Gros - Bildhauerei)  und das zum Odenwaldmuseum gehürende Lapidarium, in dem steinerne Zeugen der Vergangenheit aus der näheren Umgebung ausgestellt sind. Im Süflügel neben dem gotischen Torbogen des Torhauses befindet sich die Kunstdrechslerei von Florian Scharf. Sie können den Künstlern beim Arbeiten über die Schulter schauen und Exponate käuflich erwerben. 

Durchgang zum Burggraben

Durch ein kleines Mauertor kommen wir in den ehemaligen Burggraben, wo neben der Zwingermauer eine Mooreiche mit Informationstafel liegt. Wir gehen hoch zum Burggarten und beachten die Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Im Rahmen der Altstadtsanierung wurde diese Parkanlage gestaltet.

Der Name des Diebsturms lässt sich leicht deuten, wenn man weiß, dass er jahrhundertelang als Gefängnis diente. Die alte Dachhaube war 1798 abgenommen worden. Seit 1972 eine neue Haube mit einem Turmzimmer geschaffen wurde, ist der Turm ein Wahrzeichen des Städtchens geworden. 

 

Diebsturm mit Burggraben

Im oberen Teil des Turmes ist in der nach der Stadt zugewandten Seite ein römisches Merkurrelief eingemauert, dessen Fundort jedoch nicht bekannt ist. Das Original befindet sich im Odenwaldmuseum.

Zwei schmale Holzbrücken führen über den inneren Wallgraben und bringen uns zum Zwinger, welcher der alten Stadtmauer vorgelagert war und der in Michelstadt nur noch an dieser Stelle erhalten blieb.

Die östliche Brücke führt direkt in den Kellereihof; die westliche Brücke am Diebsturm bringt uns über die Häfnergasse zum Marktplatz oder durch den engen Storchenwinkel zurück zur Kellerei. 

 
Dieses Layout basiert auf YAML © 2005-2006 by Dirk Jesse